Im Prozess des Gestaltens/ Malens nimmt das Unbewusste, Form in Bildern an und wird durch das Anschauen, Benennen und Besprechen ins Bewusstsein geholt.
Kunsttherapie und im Konkreten die Mal- und Gestaltungstherapie (mit der ich arbeite), ist eine tiefenpsychologische Methode und orientiert sich am Menschenbild von Carl Gustav Jung, einem Schweizer Psychiater und Begründer der Analytischen Psychologie. Einige Schlüsselaspekte seines Menschenbildes sind:
• Individuationsprozess (Individueller und einzigartiger Entfaltungsprozess der persönlichen Entwicklung)
• Archetypen (universelle Symbole und Themen im kollektiven Unbewussten die Erfahrungen, Verhalten, Emotionen prägen)
• das kollektive Unbewusste (C.G. Jung postulierte, dass es ein kollektives Unbewusstes gibt, das Erfahrungen und Symbole enthält, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Hier finden sich auch die bereits erwähnten Archetypen)
• Sinnfindung
Jede Sitzung gestaltet sich individuell und richtet sich nach den Bedürfnissen, die an diesem Tag im Raum stehen. Allgemein kann jedoch gesagt werden, dass in jeder Stunde kreativ gearbeitet wird – sei es durch Gestalten oder Malen – gefolgt von einer gemeinsamen Reflexion über das Geschaffene. Der Prozess des Schaffens wird oft bereits viel in dir auslösen. Ich unterstütze dich dabei mit passenden Impulsen und Anregungen und fördere den Dialog, der aus der Gestaltung oder dem Bild entsteht.
In einer Sitzung mit einem Kind, fällt die gemeinsame Reflexion weg und das aktive tun steht im Vordergrund.
Diese Methode ermöglicht, dass bestimmte konfliktreiche Gefühle, Emotionen, Ängste, Bedürfnisse, Sorgen, verdrängte Wünsche ergänzende oder alternative Ausdrucksmöglichkeiten finden, die über das gesprochene Wort hinausgehen und so auch subtil wie auch direkt wieder integriert werden können und Akzeptiert werden können. Dies bringt neue Perspektiven und Lösungsmöglichkeiten hervor. Verdrängte Potentiale und Ressourcen werden hier wieder sichtbar.
Es dient, ermöglicht und fördert:
Kunsttherapie kann nicht nur in akuten Krisen nützlich sein; sie kann auch als Mittel zur Selbstreflexion und persönlichen Entfaltung genutzt werden, um Potenziale und Ressourcen wieder bewusst zu machen.
In der Sitzung kommen verschiedene Materialien zum Einsatz wie: Naturmaterialien, Farben (Gouache, Buntstifte, Filzstifte, Kreiden usw.), Ton, Papier, Spachteln, Fantasiereisen, Märchen, Traumarbeit sowie die Körperarbeit. Der Prozess des Geschtaltens sowie die entstandenen Werke dienen als Vermittler der therapeutischen Beziehung. Jedes Material hat eigene Qualitäten und Eigenschaften, die je nach Einsatz etwas anderes in uns Auslösen können.
Die Sitzungen können im Einzel- oder Gruppensetting stattfinden. Es sind keine künstlerischen Fähigkeiten erforderlich. Es ist ein Tun frei von Leistungsdruck.
Als Kunsttherapeutin, liegt mein Schwerpunkt auf der psychosozialen Beratung, die darauf abzielt, die gesunden Aspekte der KlientIn zu stärken. Es ist wichtig zu betonen, dass meine Dienstleistungen keinen Arztbesuch oder eine Psychotherapie ersetzen.